Unter Laborbedingungen reagieren Panikpatienten
nicht stärker auf Stress als andere Versuchspersonen, verschiedene
Studien haben jedoch ergeben, dass Panikpatienten für stressende
Lebensereignisse besonders empfindlich sind. Ein geringer Alltagsstress
kann bei einem Schlafdefizit, Überarbeitung u.a. zu Panikattacken
führen.
Die erhöhte Stressempfindlichkeit kommt auch
in paradoxer Weise zum Ausdruck, und zwar durch das Auftreten von
Panikattacken in der Phase der Entspannung nach einem stressreichen
Ereignis (z.B. Herzrasen nach einer anstrengenden Autofahrt, Verlassen
eines überfüllten Kaufhauses, Ausrasten nach einer sportlichen
Betätigung, Hinlegen nach vollbrachter Arbeit).