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Angststörung - Phobien (nach
Dr.Hans Morschitzky)
Es werden die folgenden Erscheinungsformen unterschieden:
1. Agoraphobie
(Platzangst)
Bei dieser Störung besteht Angst vor solchen
Situationen, in denen sich der Betroffene außerhalb seiner
gewohnten Umgebung aufhält. Typische Situationen sind der Aufenthalt
auf öffentlichen Plätzen oder in Menschenmengen und weite
Entfernung von zu Hause. Der Patient fürchtet in solchen Situationen,
nicht flüchten zu können, wenn die hilflosmachenden oder
peinlichen Symptome wie Schwindel oder Verlust der Blasenkontrolle
auftreten. Infolge dieser Befürchtungen meidet der Patient
die angstauslösenden Situationen, was eine zunehmende Einschränkung
seiner Bewegungsfreiheit zur Folge hat. Agoraphobie tritt häufig
in Verbindung mit einer Panikstörung auf.
2. Soziale Phobie
Ein Patient, der unter dieser Störung leidet,
hat anhaltende, starke Angst vor Situationen, in denen er im Mittelpunkt
der Aufmerksamkeit steht. Eine typische Situation ist das Halten
eines Vortrags vor Publikum oder auch nur das Ansprechen von fremden
Personen. Der Betroffene weiß, dass die Angst unvernünftig
und übertrieben ist, kann sich aber kaum dagegen wehren und
versucht deshalb, die angstauslösenden Situationen zu vermeiden.
Die soziale Phobie tritt häufig in Verbindung mit niedrigem
Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik auf. Typische Symptome
sind Erröten, Vermeidung von Blickkontakt, Händezittern,
Übelkeit und Harndrang. Menschen die unter sozialen Phobien
leiden haben Angst und/oder Panik in sozialen Situationen, in denen
der betroffene befürchtet sich zu blamieren oder einen Narren
aus sich zu machen.
3. Spezifische Phobie
Diese Störung wird durch die anhaltende Angst
vor einem spezifischen Objekt oder einer bestimmten Situation gekennzeichnet
Die häufigsten Formen sind: Angst vor Tieren, insbesondere
vor Hunden, Insekten, Schlangen oder Mäusen, Angst vor Blut,
Angst vor geschlossenen Räumen, Höhenangst, Flugangst
oder Angst vor Ansteckung. Diese Ängste sind auch in der Normalbevölkerung
weit verbreitet, sie werden erst dann als krankhaft bezeichnet,
wenn sie den Tagesablauf, die üblichen sozialen Aktivitäten
oder Beziehungen beeinträchtigen. So kann es z.B. sein, dass
ein Patient aus Angst, auf der Straße einem Hund zu begegnen,
nicht mehr allein das Haus verlässt.
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