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Adipositas - Übergewicht
1. Übergewicht
und Eßsucht - Der Kreislauf
2. Was ist Adipositas?
3. Wann
ist ein Kind adipös?
4. Ursachen von
Adipositas - Übergewicht
4.1 Ursachen:
Soziale Faktoren
4.2 Ursachen:
Erbliche Faktoren
4.3 Ursachen:
Energiebilanz
5. Folgen und Gefahren
für den Körper
6. Folgen und Gefahren
für die Seele




1. Übergewicht
und Eßsucht - Der Kreislauf
Äußerlich kennzeichnet die Betroffenen
ihr Übergewicht. Aber: Nicht jede oder jeder Übergewichtige
ist eßsüchtig!
Übergewichtige, die an einer Eßsucht
leiden, schämen sich ihres mäßig oder massiv übergewichtigen
Körpers. Eßsüchtige mit Übergewicht waren häufig
schon als Kind leicht bis mäßig übergewichtig. Auch
sie träumen davon, schlank zu sein, und bemühen sich immer
wieder (erfolglos) um ein gezügelteres Eßverhalten. Zugleich
sind die Betroffenen stets bemüht, den Zusammenhang zwischen
ihrem Eßverhalten und ihrem Gewicht herunterzuspielen. Viele
essen in der Öffentlichkeit nur kleinste Portionen. Typisch
ist eine große Bewegungsunlust. Sie resultiert aus der Angst
sich lächerlich zu machen, und kommt dem Wunsch entgegen, mit
dem verhaßten Körper möglichst wenig Kontakt zu
haben. Die psychischen Belastungen für die Betroffenen sind
ernorm. "Dicke" gelten nicht nur als faul, träge,
unattraktiv und unbeherrscht, sondern auch als weniger intelligent
und weniger leistungsfähig. Zudem wird ihnen vorgeworfen, selbst
Schuld an ihrem Unglück zu tragen. So wundert es nicht, daß
Übergewichtige unter Hemmungen, Kontaktschwierigkeiten und
Minderwertigkeitsgefühlen leiden. Essen wird zur einzigen Freude
und zum einzigen Trost. Der Teufelskreis schließt sich.
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2. Was ist Adipositas?
Adipositas ist eine chronische Krankheit und kann
auch bezeichnet werden als Fettleibigkeit. Dabei handelt es sich
um eine übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe.
Der Begriff Fettsucht ist nicht sinnvoll, da Adipositas in den meisten
Fällen nichts mit Sucht zu tun hat, erst recht nicht mit einer
Sucht nach Fett! Da Adipositas mit Übergewicht verbunden ist,
werden beide Begriffe oft synonym gebraucht. Dies ist aus medizinischer
Sicht nicht korrekt. Adipositas ist auch Übergewicht, Übergewicht
aber nicht notwendigerweise Adipositas. Adipositas kennzeichnet
einen gewissen Schweregrad von Übergewicht.
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3. Wann ist ein Kind adipös?
Ist das Kind bereits gefährlich dick oder hat
es nur ein paar harmlose Speckröllchen zuviel auf den Rippen?
Diese Frage ist in manchen Fällen nicht so leicht zu beantworten,
denn jedes Kind entwickelt sich individuell und sollte auch so beurteilt
werden. Tabellen, Formeln und statistische Angaben bieten jedoch
wichtige Orientierungshilfen für Eltern und Ärzte. Bislang
gab es keine eindeutigen Richtlinien zur Definition und Beurteilung
von Übergewicht und Adipositas von Kindern und Jugendlichen.
Da größere Kinder natürlich mehr wiegen als kleinere,
gilt es die Körperhöhe mit zu berücksichtigen. In
den vergangenen Jahren hat sich der Body-Mass-Index (BMI) als Kriterium
herauskristallisiert, um das gewissermaßen körperhöhen-bereinigte
Gewicht zu ermitteln.
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4. Ursachen von Adipositas
- Übergewicht
4.1 Ursachen: Soziale
Faktoren
Forscher halten mangelnde Bewegung für einen
wesentlichen Grund der massiven Zunahme an dicken Kindern in den
letzten Jahren. In den Schulpausen vertreiben sich die Kids mit
dem Gameboy die Zeit, statt Fußball oder Fangen zu spielen.
Das Freizeitverhalten der Kinder des neuen Jahrtausends hat sich
nach Innen verlagert. Nachmittage vor der Playstation und der Glotze
sind beliebter als der Besuch eines Spielplatzes. Kinder gehen lieber
online als zu Fuß. Und das hat vielseitige Konsequenzen neben
der Zunahme an Gewicht: Die Kindern werden immer ungeschickter.
Es fällt ihnen schwer, zu springen, zu klettern oder mit einem
Ball zu dribbeln. Immer weniger Kinder treiben sehr viel Sport,
immer mehr bewegen sich fast überhaupt nicht.
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4.2 Ursachen: Erbliche
Faktoren
Dicke Eltern - dicke Kinder? Meistens: Ja. Studien
unter Tausenden von Zwillingen und Adoptivkindern belegen, dass
die Erbanlagen (Gene) eine mindestens ebenso prägende Rolle
spielen wie die Umwelt. Den Einfluss des Erbgutes schätzen
die Forscher auf 40 bis 70 Prozent; bei 80 Prozent stark fettleibiger
Kinder ist mindestens ein Elternteil dick, bei 30 Prozent sind es
beide Eltern.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Übergewicht im
Erwachsenenalter fortbesteht, steigt erheblich an, wenn mindestens
ein Elternteil fettleibig ist. Übergewichtige drei- bis fünfjährige
Kinder mit einer übergewichtigen Mutter und/oder einem übergewichtigen
Vater bleiben demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auch
im Erwachsenenalter fettleibig. Außerdem gilt: Je extremer
das Übergewicht im Kindesalter, desto wahrscheinlicher besteht
es auch im Erwachsenenalter fort.
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4.3 Ursachen: Energiebilanz
Fest steht: Wer mehr isst, als er (ver-) braucht
wird dicker. Genauso richtig ist der umgekehrte Satz: Wer weniger
verbraucht, als er isst, wird dicker. Energiestoffwechsel und Energieverbrauch
stehen normalerweise bei gesunden Erwachsenen im Gleichgewicht.
Demnach werden über einen längeren Zeitraum genauso viele
Kilokalorien eingenommen, wie sie auch verbraucht werden. Das Körpergewicht
bleibt dementsprechend stabil.
Kinder müssen im Verhältnis zu Erwachsenen
mehr Energie zuführen, da das Wachstum zusätzliche Energie
erfordert. Während der mehrmonatigen bis mehrjährigen
Entstehung von Übergewicht liegt bei Kindern und Jugendlichen
die Energiezufuhr über dem Energieverbrauch - auch einschließlich
der Energie, die für das Wachstum benötigt wird.
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5. Folgen und Gefahren
für den Körper
Die im folgenden aufgeführten Krankheiten können,
müssen aber nicht auftreten. Allerdings steigt das Risiko mit
jedem überflüssigen Kilogramm. Ständige Überlastung
schädigt häufig bereits in jungen Jahren Gelenke, Wirbelsäule
oder Sehnen. Auch die Füße können Schaden nehmen.
Deshalb sollten Kinder, die bereits übergewichtig sind, einen
Orthopäden aufsuchen. Einlagen können möglicherweise
Fußverformungen vorbeugen. Zuviel Gewicht beeinträchtigt
auch die Schnelligkeit, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit.
Daher sind dicke Kinder einer größeren Verletzungs- beziehungsweise
Unfallgefahr ausgesetzt.
Vermeidung körperlicher Aktivitäten
deutliche Gewichtszunahme
ausweichende Angaben über die aufgenommene Nahrung
Essen aus Langeweile
zunehmende Hemmungen, und Kontaktschwierigkeiten
Die Folgen dieses Verhaltens sind / können
sein:
Überlastung des Herzens
Überlastung des Kreislauf
Überlastung des Skelettes
begünstigt auf lange Sicht gesehen Gicht
Diabetes
Bluthochdruck
Herzinfarkt
Gallensteine
Gelenkleiden- und Wirbelsäulenschaden
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6. Folgen und Gefahren für
die Seele
Viele körperliche Schäden stellen sich
erst nach Jahren ein. Die psychosozialen Folgen ihres Übergewichtes
erfahren dicke Kinder hingegen sofort. Übergewichtige Erwachsene
mit einem gesunden Selbstbewusstsein können eventuell mit den
Demütigungen ihrer Umwelt umgehen, ohne dass sie schwer zu
kämpfen haben. Aber nur wenige Jugendliche mit Übergewicht
sind selbstbewusst genug, sich nicht ständig benachteiligt
zu fühlen. Ihr Selbstwertgefühl muss sich erst noch festigen
und ist stark abhängig von den Reaktionen ihrer Mitmenschen.
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